Lilli ist ein absoluter Wunschhund. Ich habe jeden Tag gezählt bis sie endlich 8 Wochen alt war und sie zu mir holen konnte. Sie hat meine Erwartungen voll erfüllt, nur an den Terrierdickkopf musste ich mich gewöhnen. Das kannte ich von meinem vorigen Hund, Alexa (Border Collie), nicht.
Zum Vergrößern der Bilder fahren Sie mit der Maus darüber.Wie ist also Lilli?
Lilli ist so knuffig und hat viele tolle Rundungen (Muskeln), die man, wenn sie kurz getrimmt ist, prima sieht, deshalb ist einer ihrer Spitzname "Bobbel". Ihr raues Fell ist glänzend weiß mit einem fast runden pechschwarzen Punkt auf dem unteren Rücken. Es passiert immer wieder, dass Leute testen, ob der Punkt aufgemalt ist!!! Sie wird überhaupt ständig von irgendwelchen Fremden angelacht, gestreichelt und angesprochen. Das muss an ihrer selbstbewussten, strahlenden, freundlichen Ausstrahlung liegen. Wegen ihrer Tricolor-Zeichnung am Kopf, hören wir bei Shoppingtouren immer wieder: "Kuck mal, der "Kalle"". Eine gewisse Ähnlichkeit ist ihr auch nicht abzusprechen.
Was sie schätzt?
Sie genießt es besonders von mir herum getragen zu werden. Wenn es ihr mit dem Laufen zu viel wird, tut sie alles, damit sie genommen wird und, das schafft sie auch meistens. Denn ganz ehrlich, ich genieße es auch. Sie thront überhaupt sehr gerne. Egal, ob es auf meinem Arm ist oder einem anderen hohen Aussichtspunkt, Lilli lässt sich da schon was einfallen um eine gute Sicht zu haben. Deshalb ist ihr zweiter Spitzname "Princesa".
Zum Beispiel bei einem Ausflug nach Verona/Italien setzte sie sich einfach auf dem vollen Marktplatz auf die Erhöhung eines Denkmals (angeblich für die Ehrung der Bürgermeister) um das bunte Treiben gelassen beobachten zu können.
Zu Hause ist sie eher der Oberschmuser, ein Couchkissenvergraber, am liebsten liegt sie eng angeschmiegt oder gleich oben drauf und lässt sich genussvoll graulen. Im Bett drückt sie sich direkt unter die Bettdecke und kommt erst gegen Morgen wieder raus. Ein Frühaufsteher kann man Lilli wohl nicht nennen, denn vor 8 Uhr ist sie nur schwer aus dem Bett zu kriegen, oft quäle ich sie um 7 Uhr unter der Decke vor, damit wir spazieren gehen können.
Was sie auch noch gut kann?
Sie kann aber auch ganz anders, wenn es darum geht, ihr Revier zu verteidigen. Sie weiß, wie man "Eindringlinge" abwehrt. Wie aus einer Maschinenpistole geht das Bellfeuer los, wenn Mensch oder Tier das Lilli-Territorium betreten wollen. Da traut sich so schnell niemand rein, aber von mir rein gelassen, wird der Besucher gleich ins Herz geschlossen.
Und wer ist nun der Chef?
Naja, und dann hatten wir manchmal ein kleines "Wer ist hier eigentlich der Chef"-Problem.
Lilli wollte
sich schon im frühen Welpenalter nichts sagen lassen. Auf Erziehungsversuche reagierte sie oft sehr
ärgerlich und bekam Kampfanfälle, überhaupt war sie einmal täglich darauf aus mit einem Kämpfchen zu
testen, wer von uns beiden die stärkere Frau des Hauses ist. Das hat mich nach zwei Monaten fast dazu gebracht, sie wieder
zum Züchter zu bringen.
Doch dann hab ich ihre größte Schwäche entdeckt (ätsch) das Wasser. Von da an
ging es bergauf. Sie ist absolut wasserscheu und, das habe ich mir dann zu Nutze
gemacht und ihr mit der Wasserpistole viele Unarten abgewöhnt. So war zum Beispiel das Buddeln in
meinem Gemüsegarten recht schnell kein Thema mehr. Sie akzeptiert bis heute ein "Nein" am schnellsten, wenn man ihr gleichzeitig eine
Wasserpistole zeigt, Spritzen ist dann meist gar nicht mehr nötig.
Ein ganz normaler Tag im Leben von Lilli
Der Tagesablauf mit Lilli ist sehr harmonisch. Sie lässt sich im Bett wecken, danach machen wir das Morgenspaziergängchen.
Das Frühstück gibt es unterwegs, damit Lilli das Kommando HIER "schmackhaft" findet. Katzen findet sie
allerdings bis heute noch interessanter.
Nach dem Spaziergang gräbt sie sich auf dem Sofa in die Kissen bis
Bodyguard (Frauchen) "Princesa" (Lilli) ins Ladyfitness fährt. Ihre erste Amtshandlung ist es dann, die Ladys zu begrüßen. Dann folgt der Gang in
die Kaffee-Lounge um die tolle Aussicht von der Sesselecke zu genießen.
Bis Mittag wechselt Princesa dann ein paar Mal die
Sessel oder schläft in Ihrem Körbchen im Büro fest ein.
Ich bin ihr sehr dankbar, dass das so unproblematisch ist, aber sie kennt es ja auch schon seit ihrer neunten Lebenswoche. Nach dem Nachmittagsspaziergang und verschiedenem Spiel, geht sie dann gerne wieder mit ins Studio.
Zum Glück konnte ich ihr abgewöhnen, den Frauen bei den Sit-ups die Haargummies aus den Haaren zu ziehen. Sie hatte auch eine Phase, wo sie Jogginghosenkordeln unwiderstehlich fand und Socken aus den Schuhen im Umkleideraum unter Volldampf entführte. Das war manchmal gar nicht so einfach, die richtigen Schuhe wieder zu finden. Auch muss das Nickerchen nicht mehr IMMER auf den Sporttaschen gemacht werden - Lilli ist also auf dem besten Weg eine wohlgeratene junge Dame zu werden.
An der Stelle auch noch vielen Dank an alle TOP-fit Ladys für euer Verständnis!!!
Wenn wir dann nach Hause kommen drehen wir noch unsere Runde um den "Block" und kuscheln auf dem Sofa.
Lilli kann man ohne Probleme überall mitnehmen, wenn es erlaubt ist. Sollte es mal nicht der Fall sein, bleibt sie auch allein zu Hause oder im Auto. Sie versteht sich sehr gut mit anderen Hunden und freut sich auch sichtlich darüber mit ihnen zusammen zu sein.
Lilli ist also ein echter Parson, aufgeweckt, verspielt, clever und selbstbewußt, dann wieder ganz ruhig und verschmust - ein Hund, mit dem man durch dick und dünn gehen kann.
Und unsere Pläne?
Seit ein paar Monaten ist jetzt auch der Wunsch bei mir gewachsen, mit Lilli einen Wurf zu machen und ich hoffe, dass wir vielleicht 2009 ein paar Bobbels und Princesas von ihr bekommen.
